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Evo Drinks – Deutsche Meisterschaften

Evo Drinks – Deutsche Meisterschaften

Deutsche Meisterschaften der Junioren in Nürnberg

Was ich mit nach Hause brachte: Eine Menge Schürfwunden, einen zerrissenen Einteiler, einen Hautausschlag, ein Kontrollschein der NADA und eine Menge Pokale.

Was ich gelernt habe: Niemals aufzugeben. Auch wenn es noch so aussichtlos erscheinen mag, lohnt es sich oftmals doch noch weiterzukämpfen. Solche Lektionen erteilt einem nur der Sport.

Aber nun zum Rennen: Gut positioniert nach dem Schwimmen in Entenfäkalien gelang es mir durch einen guten Wechsel, den Radpart als erster in Angriff zu nehmen. In einer 7-köpfigen Gruppe bestritten wir die Erste von vier Radrunden, bis sich mein Rad auf der sehr nassen und dementsprechend rutschigen Straße der Zentripedalkraft geschlagen geben musste. Zwar ist solch ein Sturz – und ich spreche aus Erfahrung – auf nassem Untergrund weniger schmerzhaft, so ging in diesem Moment doch das Adrenalin mit mir durch.

Wollte ich vorerst nicht weitermachen, auch weil mein Rad nicht mehr zu fahren schien, so ermutigten mich die Zuschauer dann doch noch, mich der gerade heranfahrenden zweiten Radgruppe anzuschließen. Ein kurzer Schmatzer von Mutti und das Rennen lief weiter. Derzeit war ich mir nicht sicher, inwiefern das Laufen noch möglich war, weshalb ich mich dazu entschloss, all meine Energie in das Radfahren zu investieren, um im Ernstfall wenigstens meinen Teamkollegen Frederik Henes in eine gute Ausgangsposition vor dem Lauf zu bringen. So gelang es uns dann doch noch, den doch ziemlich großen Rückstand zu kompensieren und auf die erste Gruppe aufzufahren. In der Wechselzone dann der Schock: Frederic Funk war dem Feld eine Minute badocams.com davon gefahren! Nichtsdestotrotz war ich im ersten Moment erstmal ganz froh, dass das Laufen einigermaßen rund über die Bühne gehen konnte. Nach einer Runde waren es noch 40 Sekunden auf den Führenden, zwischenzeitlich gar nur noch 30 Sekunden, von hinten schien nichts mehr zu kommen, also „all in“. Doch solch einen gewaltigen Vorsprung lässt man sich auf fünf Kilometern nicht mehr nehmen, da kann das Radfahren noch so hart gewesen sein. Glückwunsch an dieser Stelle an Frederic!

Völlig entkräftet lag ich also da. Im Ziel bei meiner letzten DM der Junioren in Nürnberg. Dreckig und blutig, aber dennoch glücklich darüber, durch den Sport wieder etwas gelernt zu haben: An jeder Ecke hört man ständig „Never give up“ oder „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren“. Leere Phrasen? Seit dem Wochenende weiß ich: Es lohnt sich immer weiterzumachen!

Als Resümee des Wochenendes bleibt zu erwähnen, dass ich neben dem Deutschen Vizemeistertitel noch erstmals die DTU-Cup Gesamtwertung für mich entscheiden konnte. Außerdem wurden wir mit dem Team Baden-Württemberg zweiter in der Teamwertung.

Ob ich dennoch mit zur Junioren WM nach Cozumel (Mexiko) fahren darf, entscheidet sich die Tage.

Bis dahin widme ich mich mal wieder meinem Studium – die Klausurenphase steht an!

Bis dahin,

Jannik

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