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Evo Drinks – Jonas Matschek #96 im Interview

Evo Drinks – Jonas Matschek #96 im Interview

Hey Jonas,

  • deine letzte Saison auf dem Rad ist vorbei. Du wechselst dein Zweirad ohne Motor gegen ein Zweirad mit Motor. Eine neue Herausforderung. Warum hast du diese Entscheidung getroffen und wie hat dein Umfeld darauf reagiert?

Ich habe meine Entscheidung daran festgemacht, da wie ich finde, es nicht mehr derselbe Sport ist wie vor 3 Jahren als ich in den Downhillsport gekommen bin. Alles ist ein wenig mehr auf Gewinn aus: sei es seitens der Firmen oder auch von Seiten der Fahrer. Ich bin mal in den Sport gekommen weil mich diese Gemeinschaft und diese „Familie“ sehr begeistert haben! Leider ist davon nicht mehr viel übrig und alles ist zu einem falschen Konkurrenzkampf angebrochen. Es geht also schon lange nicht mehr darum, wer sich traut die größten Sprünge zu springen oder wer am längsten auf dem Hinterrad fahren kann. Nein, vielmehr geht es darum, wer die größten Sponsoren hat oder wer das beste Rad hat. Ich hatte immer viel Spaß auf den Strecken Europas und habe mich überall heimisch gefühlt doch leider musste ich auch feststellen, dass Berlin vielleicht nicht der beste Platz ist, um als Downhiller viel zu trainieren. 

Als ich am Samstagabend bekanntgegeben habe, dass ich aus dem Downhill aussteige haben mich viele fragende Gesichter angesehen, jedoch wusste es mein engster Freundeskreis bereits ebenso wie meine Sponsoren. Mit ihnen hatte ich bereits im Voraus über meine Pläne gesprochen.

  • Wie war dein letztes Rennen in Thale und was für Gefühle beschleichen dich, jetzt nach dem alles vorbei ist?

Ich hatte mich von vornherein  auf Thale gefreut da ich wusste, dass ich dort noch einmal all meine Freunde aus dem Sport wiedersehen werde. Die Strecke fand ich von Anfang an Klasse, bis auf die Zielgrade und das bergauf Stück; es hieß also noch einmal alles so richtig genießen und einfach nur Spaß am Fahren haben. Klar ist es schade, da ich mir innerhalb von 3 Jahren etwas aufgebaut habe worauf ich schon ein wenig stolz bin, aber ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr den Spaß wie am Anfang verspüre wenn ich mein Rad aus dem Schuppen hole um eine Runde zu drehen….

  • Wie wird deine erste Saison im Motocross Sport aussehen und welche Ziele hast du dir vorgenommen?

*grins* Puuh, das ist eine wirklich gute Frage. Zuerst einmal hoffe ich, dass wir einen milden Winter haben und ich somit noch viel trainieren kann! Ziele habe ich mir noch keine gesteckt. In diesem Winter habe ich in Bezug auf die Fahrtechnik noch viel Arbeit vor mir. Daher möchte ich für die erste Saison ganz schlicht und ergreifend vorrangig Spaß haben, Erfahrungen sammeln und „überleben“.Denn wenn man mit 40 Teilnehmern Ellenbogen an Ellenbogen startete, denke ich, dass dies nicht so einfach ist und auch Übung benötigt ;-).

  • Du bist jetzt neu in der Szene gemeldet und hast noch nicht so viele Erfahrungen sammeln können. Wie wird dein neuer Trainingsalltag aussehen um 2017 voll angreifen zu können?

Der Fokus liegt ganz klar bei der Fahrpraxis da mir das denke ich am meisten fehlt. Ansonsten werde ich 3x die Woche Kraft- und Ausdauertraining machen sodass ich körperlich fit bin für 2017!

  • Wenn du an all die Jahre zurück denkst, welche Momente sind dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ?

An eins kann ich mich ganz genau erinnern, dass war der Moment als ich das erste Mal an einem Startgatter stand, ich nicht wusste wo oben und unten ist und irgend einfach nur schnell weg wollte da mir der Umstand ein wenig Angst machte ;p

Eine weitere besondere Erinnerung war es als ich dieses Jahr meinen ersten European Downhill Cup gefahren bin und feststellen musste, dass es was völlig anderes war als im German Downhill Cup… die Strecken, die Hindernisse, das Tempo. Es hat mir jedoch super viel Spaß gemacht.

Eine Erinnerung habe ich noch die mir besonders im Kopf geblieben ist, dass war glaube ich 2013 in Leogang als ich den Fabio Wibmer das erste Mal getroffen habe und man sich auf Anhieb verstanden hat. Wir haben uns nun immer ein Paar mal im Jahr gesehen und somit hat sich eine Freundschaft aufgebaut die doch schon irgendwo besonders ist.

Eigentlich war jeder Tag auf dem Rad eine besondere Erinnerung da man immer wieder neue verrückte Dinge gemacht hat und ständig neue Leute kennen lernte.

  • Ich möchte mich an dieser Stelle auch ganz herzlich bei EVO DRINKS bedanken die mir diese Saison so einige Sachen ermöglichten!! Ich freue mich nun noch mehr darüber, dass wir in 2017 unser Verhältnis weiterhin aufrecht erhalten was nicht selbstverständlich ist!

Mit besten Grüßen

Jonas Matschek #96

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